Kunststoffstrahlen

Kunststoffstrahlmittel ist eins der am häufigsten verwendeten Strahlgüter. Da es in verschiedenen Härten, Größen und Formen verfügbar ist, wird es für viele verschiedene Oberflächen eingesetzt, außerdem hat es viele Vorteile. Mehr dazu in diesem Beitrag!

Kunststoffstrahlmittel Eigenschaften

Das beim Kunststofstrahlen verwendete Kunststoffgranulat hat eine Härte von etwa 3-4 Mohs. Das spezifische Gewicht liegt bei etwa 1-1,5 g/cm³. Das Schüttgewicht tendiert von 0,5-1,0 kg/l. Kunststoffstrahlmittel gehört zu den Merhwegstrahlmitteln und kann bis zu 30 mal wiederverwendet werden- ist also bei häufigem Gebrauch noch günstiger. Es ist frei von metallischen Partikeln.

Kunststoffstrahlgut kommt außerdem in verschiedenen Formen. Scharfkantiges Strahlmittel hat eine andere Wirkung als rundes Strahlgut.

Hier ein Video vom Kunststoffstrahlen in der Praxis:

Wofür wird Kunststoffstrahlen eingesetzt?

Kunststoffstrahlgut ist dank der flexiblen Herstellungsweise sehr vielfältig einsetzbar. Da es jedoch ein relativ weiches Strahlmittel ist, kann es nicht für die gleichen Anwendungsgebiete wie harte Strahlmittel (z.B. Korund- Stahlträger reinigen) genutzt werden.

Kunststoffstrahlmittel wird eingesetzt um Oberflächen trocken, verzugsfrei, PH-neutral zu entlacken und zu reinigen.

Einige Anwendungsgebiete von Kunststoff Strahlmittel sind:

  • Entlacken empfindlicher Oberflächen (z.B. Karosserien)
  • Reinigen von Spritzguss u. Extruderschnecken
  • Entgraten

Vorteile vom Kunststoffstrahlen

Kunststoffstrahlmittel hat den Vorteil das es ein sehr sauberes und relativ staubarmes Strahlgut ist. Einige Vorteile sind:

    • die bestrahlte Oberfläche wird nicht aufgerauht
    • Autos können noch im kompletten Zustand von außen bestrahlt werden
    • bereits geschliffene Metallteile können ohne Veränderung der Oberflächenstruktur bestrahlt werden
    • nicht abrasiv
    • Direktes Grundieren und Lackieren möglich
    • nicht empfindlich gegen Feuchtigkeit
Kunststoffstrahlmittel

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So gehst du beim Kunststoffstrahlen vor

Wichtig sind natürlich erstmal die Anschaffung aller nötigen Werkzeuge. Dazu gehören Sandstrahler, Strahlpistole, Kompressor, Schutzkleidung und Strahlgranulat. Ist dies besorgt, kann es eigentlich schon losgehen…

…doch halt!

Oberfläche vor Beschädigungen schützen

Du möchtest dein Werkstück bestrahlen und nicht ruinieren. Auch beim Kunststoff Strahlen können Fehler gemacht werden. Gerade bei dünnen Aluminiumnauteilen solltest du vorher einen Testlauf machen. Hier kannst du Düse und Druck nachjustieren.

Vergleichbare Strahlmittel

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