Sandstrahlen mit Hochdruckreiniger

Hartnäckige Oberflächen-Verschmutzungen lassen sich nur mit viel Energieaufwand beseitigen. Um die dafür nötige körperliche Arbeit zu reduzieren, wurde das Sandstrahlen entwickelt. Klassischerweise wird dies auch mit einem Sandstrahlgerät durchgeführt. Aber was wenn du keins hast? Ein Hochdruckreiniger kann Abhilfe schaffen!

Ein Hochdruckreiniger als Sandstrahlgerät?

Ja, es stimmt, man kann mit einem Hochdruckreiniger ähnliche Ergebnisse wie mit einem Sandstrahler erreichen. Dazu muss man verstehen, wie Hochdruckreiniger und Sandstrahler funktionieren.

Sandstrahler: Ein herkömmliches Sandstrahlgerät ist ein Trockenstrahler. Mit Hilfe von Druckluft wird Sandstrahlmittel auf eine Oberfläche gesprüht. Der hohe Druck von etwa 4-8 bar, sorgt zusammen mit dem scharfkantigen Strahlgut für den Abrieb der Oberflächenverschmutzung. Benötigte Komponenten: Sandstrahlgerät, Druckluftkompressor und Sandstrahlpistole mit Düse.

Hochdruckreiniger: Ein Hochdruckreiniger sprüht normalerweise nur Wasser unter hohem Druck auf eine Oberfläche. Mit Beimischung von Sandstrahlmittel kann ein Hochdruckreiniger jedoch ganz leicht zu einem Nassstrahler umfunktioniert werden. Dazu wird lediglich ein dafür angefertigter Sandstrahlaufsatz benötigt. Zudem sollte vorher sichergestellt werden, dass der Hochdruckreiniger Nassstrahlfähig ist.

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Was ist der Unterschied zwischen Nass und Trockenstrahlen?

Nassstrahlen ist nicht so vielseitig einsetzbar wie das Trockenstrahlen. Das liegt am Wasser, welches ebenfalls die Oberfläche des Werkstücks beeinflusst. Beim Nassstrahlen wird die Oberfläche deutlich weniger stark aufgeraut, was für spätere Lackierarbeiten jedoch wichtig ist. Nassstrahlen wird am liebsten für Oberflächen eingesetzt, welche nur leicht bearbeitet werden sollen und bei denen keine Nachlackierung/- Beschichtung stattfindet. Beim Nassstrahlen wird die Oberfläche verdichtet, sodass Schmutz nicht mehr so gut anhaften kann. Ein Material, welches in der Industrie häufig nassgestrahlt wird, ist Edelstahl.

Vorteile vom Nassstrahlen:

  • Die Oberfläche wird in einem Arbeitsgang entfettet und bestrahlt
  • anders als beim Sandstrahlen entsteht hierbei kein Staub
  • ermöglicht eine glatte und abdichtende Verarbeitung

Anwendungsbereiche vom Nassstrahler

  • Reinigung stark verschmutzter Elektrobauteile
  • Reinigung von Formen und Matritzen
  • die häufigsten Anwendungen findet es in der Überhol- und Autobranche

Fehlt nur noch das Strahlmittel

Wenn du einen Nassstrahlfähigen Hochdruckreiniger und eine passende Düse hast, musst du dir nur noch das passende Strahlgut besorgen. Nicht jedes Strahlgut lässt sich zum Nassstrahlen anwenden. Am besten geeignet sind:

Für ein feines Ergebnis eignet sich Strahlgut mit feiner Körnung unter 0,8 mm. Für ein stärker abtragendes Ergebnis sollte zu grobkörnigerem Strahlgut mit mindestens 0,8 mm gegriffen werden.

Wiederverwendung des Strahlmittels

Beim Sandstrahlen mit Hochdruckreiniger kann ähnlich wie beim normalen Sandstrahlen das Strahlgut wiederverwendet werden. Wenn das Strahlmittel nach dem Strahlvorgang wieder aufgefegt wird, kann es nach der Trocknung gesiebt und somit von Schmutzpartikeln getrennt werden. Diese Möglichkeit der Wiederverwendung macht es günstiger sowie umweltschonender.

Zu guter letzt…

Schutzkleidung sollte ebenfalls verwendet werden. Dazu gehört Schutzanzug, Schutzbrille und Handschuhe.

Danke fürs Lesen, Anregungen und Fragen gerne in die Kommentare!

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