Sodastrahlen

Strahlen mit Soda

Sodastrahlen ist ein Verfahren in der Strahltechnik, welches angewandt wird um die Oberfläche von Werkstücken schonend zu bearbeiten. Beim Sodastrahlen wird mit Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3) gestrahlt. Worum es sich genau handelt und was dabei zu beachten ist, erfährst du in diesem Artikel!

Soda Strahlmittel- ein paar Infos

Sodastrahlen wird auch fälschlicherweise als „Backpulverstrahlen“ bezeichnet. Jedoch ist Soda ein Zusatz für Backpulver und wird im Nass- sowie im Trockenstrahlverfahren eingesetzt. Durch das Hinzufügen kleiner Wassermengen bekommt das Soda Strahlmittel eine höhere Dichte. Dadurch ist es effektiver und staubärmer. Soda ist unlöslich in Fett, Öl und Alkohol, jedoch sehr gut löslich in Wasser, wesegen es gerne für Denkmalschutz und Gebäudereinigung eingesetzt wird.

Soda (Natriumbicarbonat) ist ein mineralisches, metallfreies Strahlmittel.

Häufig wird Sodastrahlen mit Trockeneisstrahlen verwechselt. Dies funkioniert jedoch ganz anders. Beim Trockeneisstrahlen bleibt nach dem Strahlvorgang vom Trockeneis nichts mehr übrig, weil es gasförmig wird. Soda dagegen bleibt wie alle anderen Strahlmittel erhalten und muss nach dem Strahlen entfernt werden.

Sodastrahlmittel Eigenschaften

Sodastrahlmittel ist relativ weich mit einer Härte von 2,5 – 3 Mohs. Glas hat im Vergleich 6-7, Korund  sogar 9 Mohs. Da es schnell feucht wird, muss es trocken in dunklen und kalten Räumen gelagert werden, bei guten Bedingungen ist es auf unbegrenzte Zeit lagerbar. Sodastrahlmittel kann trocken und nass verarbeitet werden. Die Dichte beträgt ca. 2,22 g/cm³, das Schüttgewicht tendiert um 0,65 – 1,2 g/cm³ und die Löslichkeit in Wasser beträgt 96%.

Soda unterscheidet sich sehr von anderen Strahlmitteln

Sodastrahlgut unterscheidet sich von anderen Strahlmittel wie Korund, Glasperlen oder Quarz vor allem an der Art wie die Oberfläche gereinigt wird. Bei diesen Strahlmitteln wird die Oberfläche durch die Scharfkantigkeit der Teilchen gesäubert. Beim Sodastrahlen verliert die Oberfläche ihre Ladung und damit ihre Spannung, was den reinigenden Effekt auslöst. Dadurch ist beim Sodastrahlen ein geringerer Abtrag der eigentlichen Oberfläche als bei anderen Strahlmittel vorhanden. Die eigentliche Oberfläche wird nicht beschädigt. Dies ist der Grund, weswegen Sodastrahlmittel so gerne in der Industrie eingesetzt wird, wenn es um empfindliche Bauteile geht.

Nicht zur Rostentfernung geeignet!

Soda Strahlmittel lässt sich nicht zum Rostentfernen verwenden, da dies meist zu dicke Verkrustungen für den Reinigungseffekt darstellt. Hier muss zu anderen Strahlmitteln gegriffen werden. Lacke, Spachtelmasse, Öle und Fette können mit Sodastrahlmittel hingegen optimal entfernt werden.

Sodastrahlgut ist umweltfreundlich und nicht gesundheitsgefährdend , kann also bedenkenlos der Kanalisation beigefügt werden.

Sodastrahlen Anwendungsbereiche

  • Karosserieblech lässt sich mit Natriumbicarbonat strahlen, ohne dass man Angst um Verformung haben muss. Jedoch wird kein Rost entfernt.
  • Bei verzinkten Bauteilen wird nur der Lack entfernt- die Zinkschicht bleibt erhalten.
  • Glasscheiben können z.B. von Graffiti befreit werden, ohne mattiert zu werden.
  • Bei Aluminiumbauteilen lässt sich Pulverlack leicht mit Sodastrahlen entfernen und das Bauteil wird nicht beschädigt.
  • Strahlreste können leicht mit Wasser aufgelöst werden. Dadurch kann später kein Schaden angerichtet werden.
  • Da keine neue Oberfläche entsteht, können alte Motorteile bestrahlt werden, da die Patina nicht entfernt wird.
  • Unterbodenschutz Entfernung

Was kostet Sodastrahlen?

Da beim Sodastrahlen mit Natriumhydrogencarbonat gestrahlt wird, ist es im Vergleich zu anderen Strahlmitteln wie Glasperlen relativ teuer. Dies liegt jedoch nicht am Kaufpreis, sondern an der Wiederverwendbarkeit. Für ein qualitativ mittelwertiges Sodastrahlmittel legt man für 25kg im Schnitt ca 30€ hin und kann dies nur ein mal verwenden. Für Glasperlen zahlt man für 25kg lediglich 15-20€- das Ergebnis ist ähnlich wie bei Soda.

Hier ein Video vom Sodastrahlen in der Praxis:

Soda Strahlmittel kaufen

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Sodastrahlen mit Sandstrahlpsitole selber machen

Kann man Sodadstrahlen selber machen? Ja kann man. Allerdings brauchst du dazu eine komplette Ausrüstung zum Sandstrahlen. Wenn du diese nicht hast, gibt es zum Glück ein paar Alternativen zum Sandstrahlen, welche relativ leicht umsetzbar sind. Folgendes brauchst du um selber Sodastrahlen zu können:

Diese Sodastrahlpistole von Hazet wurde extra zum strahlen mit Sodastrahlmittel entwickelt.

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Alternative zum Sodastrahlen

Alternativen zu Natriumbicarbonat sind Kunststoffgranulat oder Wallnus und Obstkernschalen Strahlmittel. Diese haben ungefähr die gleiche Dichte und Härte wie Natriumbicarbonat. Ein weiteres Strahlmittel für ähnliche Zwecke ist: Glasperlen

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